Ein Tag in und um Aberdeen: Schlösser und gutes Essen

Aberdeen
Aberdeen

In Aberdeen macht uns der Verkehr richtig Stress, eigentlich außer in Glasgow das einzige Mal während unserer Schottland-Reise. Fast eine Stunde brauchen wir, als wir in der Rush Hour ins Stadtzentrum fahren. Dazu kommen noch einige Umleitungen wegen Baustellen und eine gesperrte Straße, weil ein Bus liegengeblieben ist. Wir sind froh, als wir das Auto in einer Garage abgestellt haben, und zu Fuß die Innenstadt erkunden. Übernachtet haben wir hier übrigens im Hotel: Das Hilton Garden war günstiger als die meisten B&Bs.

Aberdeen, das muss man ehrlich sagen, strotzt nicht wirklich vor Attraktionen. Die Altstadt am Mercat Cross ist nett: Häuser aus Granitsteinen, in fast jedem ein Brauhaus oder ein Pub. Auffallend sind hier außerdem die vielen Straßenkunstwerke: Streetart auf Rollläden, Türen, Mauern.

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Von hier ist es auch nicht mehr allzu weit bis zum Strand. Der Vergnügungspark mag im Sommer interessant sein, als wir dort sind, sieht er eher etwas heruntergekommen und traurig aus. Wir gehen darum an der Strandpromenade immer weiter Richtung Hafenausfahrt, und erreichen so das Viertel Footdee. Das lohnt sich wirklich, denn angeblich geht seine Gründung auf das Mittelalter zurück. Hier stehen viele kleine Häuschen mit Vorgärten, alles wirkt ein wenig alternativ und ruhiger als der Rest der Stadt. Hier ist außerdem das Restaurant Silver Darling mit leckeren Fischgerichten. Es zählt zu den besten dieser Art in ganz Großbritannien, lesen wir im Anschluss. Umso mehr freuen wir uns, dass wir dort rein zufällig das Early Evening Menu gefunden hatten: Zwischen 17.30 und 18.30 bekamen wir unser Drei-Gang-Menü zum Sparpreis.

Rund um Aberdeen: Schlösser

Aberdeen ist übrigens ein guter Startpunkt, um die vielen Schlösser im Umland zu erkunden. Wir haben uns an der Schlösser Route von Visit Scotland orientiert. Unser erstes Ziel war Drum Castle. Das hatte an unserem Besuchstag leider geschlossen. Allerdings konnten wir trotzdem auf den Wegen, die zum Gelände gehören, spazieren gehen. Sie sind vom Parkplatz kommend aus angeschrieben: Es führt ein kurzer Weg vom Schloss weg Richtung Wald, dort geht durch ein Gatter und an einem Kinderspielplatz ein Rundweg los, den wir in etwa einer halben Stunde gegangen sind. Er führt durch den Wald.

Nicht weit entfernt ist Crathes Castle. Dort verbrachten wir deutlich mehr Zeit. Dank meines Sonderausweises von Visit Scotland hatte ich freien Eintritt. Das Schloss ist renoviert, und besonders die Zimmerdecken sind toll. Durch das Gebäude führt ein Rundweg, der im Erdgeschoss, in der Küche beginnt, und dann über steile Treppen in schmalen Treppenhäusern nach oben führt. Aus einigen Zimmern hat man einen guten Überblick über den Garten. Dort waren wir natürlich auch, allerdings blühte im Mai noch nicht so viel. Rund um das Schloss gibt es außerdem ausgeschilderte Spaziergänge. Der kürzeste ist etwa einen Kilometer lang, der längste sechseinhalb Kilometer. Wir gingen einen Weg, der vorbei führte an Kühen und einem See und teilweise auch über schmale Holzwege, die besonders feuchte Stellen überbrückten.


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