Der Bundeskunsthalle aufs Dach gestiegen

Es ist eine lange Steintreppe, die nach oben führt, hinauf aufs Dach der Bundeskunsthalle in Bonn. Die Terrasse dort wird immer wieder als Ausstellungsfläche genutzt. Was oben auf die Besucher wartet, sieht man im Prinzip erst, wenn man die Terrasse betritt. Nicht einmal erahnen lässt sich von unten, was es oben zu sehen gibt, das erhöht die Spannung. Ausnahme: die drei hohen blauen Kegel mit den silbernen Spitzen, die sieht man natürlich schon von weitem.

Ich war ehrlich gesagt überrascht, als ich nach vielen Jahren jetzt das erste Mal auf der Terrasse war. Dabei war es gar nicht der Blick hinunter auf den Innenhof oder hinüber zum Postturm, der mich fasziniert hat, sondern die Größe der Terrasse mit ihrem Biergarten, wo man unter blauem Himmel und strahlender Sonne ziemlich abseits vom Gewusel eine kühle Limonade trinken konnte.

Derzeit und noch bestimmt bis Mitte September gibt es auf der Terrasse übrigens eine ganz herrliche Gartenlandschaft zu sehen. Sie ist Teil der Ausstellung Parkomanie, in der die Gartenlandschaften des Fürsten Pückler gezeigt werden. 42.000 Frühblüher gab es dort nach Angaben des Museums zu bestaunen, aber auch jetzt im Sommer grünt und blüht es überall. Besonders apart finde ich übrigens die Kombination von Küchenkräutern und Zierpflanzen. So wachsen Petersilie und Weißkohl beispielsweise zwischen kleinen violetten Blüten und geben ein wunderbares Bild ab.

Mein Tipp: Obwohl die Treppe außen am Gebäude ist, und jeder sie eigentlich sehen kann, ist man sich ihrer oft nicht bewusst. Darum rate ich dazu, nach ihr Ausschau zu halten und nach oben zu gehen, wenn die Terrasse geöffnet ist. Das lohnt sich bestimmt auch, wenn dort kein Fürst-Pückler-Garten angelegt ist.

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