Berlin: zwischen Wittenbergplatz und Gedächtniskirche

Schöne Aussicht
Schöne Aussicht

Viele Hauptstadtbesucher wollen einkaufen. Schließlich gibt es nirgendwo sonst in der Bundesrepublik so viele hippe Läden mit ungewöhnlichen Produkten wie in Berlin. Zugegeben: Wer auf der Suche nach Individualismus ist, wird auf der Tauentzienstraße, die den Wittenbergplatz mit der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche verbindet, eher nicht fündig. Denn dort sind eher die großen Ketten angesiedelt, die man in nahezu jeder Stadt findet. Allerdings sind die Läden hier schon erstaunlich groß, viele sind deutlich größer als beispielsweise in Köln. Somit hat man natürlich auch eine andere Auswahl. Außerdem gibt es hier beispielsweise einen Uniqlo. Diese japanische Marke hat bisher nur in Berlin und Stuttgart Geschäfte, in der Tauentzienstraße ist sogar der so genannte Flagshipstore, also quasi der wichtigste Laden dieser Marke. Ich schätze an Uniqlo vor allem die Basics wie T-Shirts und Strümpfe.

Wer mehr Geld ausgeben möchte, geht natürlich auf der anderen Straßenseite einkaufen, im legendären KaDeWe, dem Kaufhaus des Westens. Das ist nicht nur für Einkaufsfetischisten interessant, sondern auch für Feinschmecker, denn in der Gourmetabteilung kann man auch ziemlich lecker essen. Jenseits des riesigen Kaufhauses und der bekannten Modemarken gibt es in dieser Ecke Berlins aber noch ganz andere Sehenswürdigkeiten: So ist beispielsweise auf dem Wittenbergplatz jeden Donnerstag Markt. Dort kaufen die Berliner Wurst, Käse und Gemüse. Jetzt im Herbst war auch ein Pilzstand da mit Pilzen aus dem Berliner Umland.

Einkaufen und den Affen zusehen im Bikini Berlin

Ich mag auch die U-Bahnhaltestelle dort total gern, denn sie sieht so hübsch historisch aus mit ihren Wandgemälden, den alten Metallständern, die die Schilder mit den Richtungsweisern tragen und mit der Holzvertäfelung. Die Straße hinab ist dann die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, die nach dem Krieg nicht mehr aufgebaut wurde. Die Turmruine ließ man als Mahnmal stehen, Gottesdienst findet in einem neuen Anbau statt. Von hier geht man über die Kurfürstenstraße ins Bikini Berlin. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und beherbergt ein Einkaufszentrum. Neben großen Läden an der Außenseite des Hauses, gibt es innen kleine Verkaufsställe, in denen sich junge und noch unbekannte Designer präsentieren können. Ich finde das Bikini wegen seiner Architektur interessant. Beispielsweise gibt es ein sehr großes Fenster mit Sitznischen, das den Blick auf den Zoologischen Garten ermöglicht. Auch von der Dachterrasse mit den vielen Bänken kann man gut den Affen beim Spiel zusehen. In den Läden im Einkaufszentrum habe ich dagegen nur recht wenige Besucher an einem Donnerstagmittag gesehen, ich hoffe für die Händler dort, dass es an Samstagen und Nachmittagen mehr sind.

In dieser Ecke Berlins gibt es übrigens auch zwei ganz gute Restaurants: Im Wilson’s in der Nürnberger Straße kann man sehr gut Steak essen. Und in der Kurfürstenstraße auf der Höhe der Keithstraße gibt es einen kleinen Vietnamesen mit sehr authentischem Essen, Lieu. Untergebracht bin ich hier übrigens immer im Holiday Inn Express gegenüber, das unerwartet gut ist.

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