Ausprobiert: Seetang, der nach Speck schmecken soll

Erster Versuch: Frühstücksrührei
Der Seetang-Speck im Rührei. Nicht schlecht, aber eher fischig als speckig.

Ich gebe zu, dass das ein bisschen wild klingt: Seetang an sich ist schon nicht jedermanns Sache. Und dann soll er auch noch nach Speck schmecken? Da ich weder Vegetarier noch Veganer bin, erschließt sich mir der Rummel um Produkte, die nach irgendetwas Fleischigem schmecken, aber nicht aus Fleisch sind, sowieso nicht wirklich. Wenn ich Hunger auf Fleisch habe, esse ich Fleisch, so einfach kann die Welt sein. Aber: Ich mag Seetang! Und darum freute ich mehr sehr, als mir der Paketbote eine Überraschung vorbeibrachte: Seamorefood sendete mir ein Packung seines neusten Produkts: Seaweed Bacon – aus 100 Prozent wildem Seetang, heißt es auf der Packung.

Die Zubereitungsanleitung klingt einfach: Den Seetang in Stücke reißen, diese in reichlich Öl ungefähr 20 Sekunden braten – fertig. Zugegeben: Ich tue mich ein bisschen schwer mit der Menge an Öl, die im Video gezeigt wird. Mehr als einen Teelöffel Öl finde ich ein bisschen zu viel des Guten. Dann allerdings dauert es ziemlich lang, bis sich der Seetang wie gezeigt grün färbt – so etwa zehn Minuten, würde ich sagen. Bei meinen vier Versuchen bisher gelang es mir auch nur ein einziges Mal, dass die Pflanze tatsächlich nach Speck schmeckte. Beim ersten Mal überwog ein fischiger Geschmack, beim zweiten Mal wollte der Seetang gar nicht so wie ich. Das lag vermutlich daran, dass ich versucht hatte, ihn mit anderen Zutaten gleichzeitig anzubraten. Beim dritten Mal, als ich ihm viel Zeit in einem Teelöffel Öl gab, schmeckte er sehr speckig. Beim vierten Mal fand ich die Konsistenz nicht so einfach zu kauen.

Mein Fazit: Ja, mit etwas Glück schmeckt der Seetang nach Speck. Wegen mir muss er das aber gar nicht. Ich mag ihn auch total gerne als Topping wenn er einfach nur nach dem schmeckt, was er ist: eine Meerespflanze. Übrigens gibt es von Seamorefood auch Seetangnudeln.

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Leider gibt es bisher in Deutschland keinen Laden, der den Seetang-Speck verkauft. Wer in online bestellt, zahlt mehr fürs Porto als fürs Produkt. Da hilft nur eines: In die Niederlande fahren und dort in einem Albert Heijn vorbeigehen. Der soll nämlich laut Anbieter den Seetang in einigen seiner Läden verkaufen.

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