Liebe Leserinnen und Leser,

morgen ist Heilig Abend. Ich staune, wie schnell dieses Jahr vergangen ist. Für mich war es eine Zeit der neuen Eindrücke - ich war an sehr vielen Orten, an denen ich bisher noch nie war. Für viele Menschen war es aber ein schlimmes Jahr mit viel Leid und Schmerz. Durch meine Arbeit habe ich einige Menschen kennengelernt, die vor dem Krieg und Terror in ihrer Heimat geflohen sind. Viele von ihnen sind Christen. Doch die Weihnachtstage werden sie ohne ihre Familien und Freunde verbringen. Ich wünsche mir, dass wir das zumindest im Kopf behalten, wenn wir ab morgen einige Tage glücklich in warmen Wohnungen und an reich gedeckten Tischen sitzen. Vor allem aber wünsche ich mir für uns alle, dass 2017 ein friedlicheres Jahr wird als 2016.

Von diesen ernsten Themen zum Artikel des Monats zu kommen, ist schwierig. Jeder Übergang wäre gedrechselt und könnte falsch verstanden werden. Darum versuche ich erst gar nicht, einen Übergang zu formulieren, sondern wechsle etwas plötzlich das Thema: Der meistgelesene Artikel des Monats Dezember steht jetzt schon fest, obwohl der Monat noch eine gute Woche hat. Denn dieser Vorsprung wird kaum einzuholen sein. Große Überraschung: Der Artikel des Monats spielt nicht an einem Urlaubsziel, sondern erstmals in einem Restaurant. In Köln hat eine Filiale der Pizza- und Pasta-Kette L'Osteria eröffnet. Und der Artikel dazu bekam im Dezember die meisten Klicks:

Küche

Lecker Essen in Köln: L’Osteria im Gürzenich Quartier

Küche

Menschen mögen Geschichten. Kein Wunder, dass die Gäste aufmerksam zuhören, als man ihnen erzählt, wie die Restaurantkette L’Osteria gegründet wurde: Da war ein unkonventionelles italienisches Restaurant in Nürnberg. Der Pizzaofen stand im Keller. Bestellte ein Gast Pizza, wurde der Bestellschein durchs Kellerfenster geworfen – und manchmal landete tatsächlich das Bestellte auf dem Tisch des Gastes. Als der Italiener der Liebe wegen auswanderte, griffen zwei Stammgäste zu: Friedemann Findeis und Klaus Rader übernahmen das Restaurant. Da sie am ersten Abend ohne Küchenhelfer waren, beschlossen sie, nur noch Pizza und Pasta zu kochen. Und fertig war das Konzept für die L’Osteria, die es in der Zwischenzeit 58 Mal in Deutschland gibt. Einige Restaurants sind auch in der Schweiz und in Österreich.

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Auch wenn es mir in der L'Osteria gefallen hat, und ich sogar privat noch ein zweites Mal dort war, so hatte ich mein persönliches Highlight des Monats doch an einem anderen Ort. Und zwar ausgerechnet in Bielefeld, der Stadt, von der mit Vehemenz behauptet wird, es gäbe sie gar nicht. Ich war dort, habe sie mit eigenen Augen gesehen - und ich hatte das große Glück, bei einer Führung durch die Dr. Oetker Welt dabei sein zu dürfen. Das hat nicht nur Spaß gemacht, ich habe auch richtig viel über das Unternehmen gelernt:

Backpulver von Dr. Oetker

In der Dr. Oetker Welt in Bielefeld

Backpulver von Dr. Oetker

Mit Backpulver fing vor 125 Jahren alles an: Doktor August Oetker hatte in Bielefeld eine Apotheke übernommen. Dort experimentierte er mit allerlei Produkten. Unter anderem gelang es ihm, Backpulver zu verbessern. Er füllte es in kleine Tütchen, gerade passend für ein halbes Kilo Mehl, und verkaufte diese für zehn Pfennig. Oetkers Backin wurde zum Markterfolg. Schnell folgten weitere Produkte, beispielsweise Puddingpulver. Heute gibt es 350 Produkte, darunter auch Pizza, Kuchendekoration oder Müsli von Dr. Oetker.

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Und sonst so

• Der Artikel, der in den sozialen Netzwerken jedoch am häufigsten geteilt und kommentiert wurde, war ein ganz anderer. Ihn habe ich auf Fit für Journalismus veröffentlicht, und es geht dabei um die so genannten Blogger Relations: Was erwarten eigentlich PR-Agenturen von Bloggern, mit denen sie kooperieren?

• Kennt Ihr eigentlich meinen Instagramaccount? Dort findet Ihr immer Fotos von meinen Unternehmungen - und sehr viele Bilder aus Köln. Ich freue mich sehr, wenn wir uns dort künftig verknüpfen - und wenn Euch gefällt, was Ihr dort seht, empfehlt mich gerne weiter.

• Aus purer Neugierde habe ich natürlich auch geschaut, welcher Artikel im gesamten Jahr am häufigsten gelesen wurde. Der Abstand zum am zweithäufigsten gelesenen Text ist gigantisch: Der meistgelesene Artikel wurde mehr als dreimal so oft angeklickt wie der am zweithäufigsten gelesene Artikel. Der am häufigsten gelesene Artikel auf Op jück ist wie schon 2015 der zu einer recht kleinen Insel:

Fahrradfahrer auf Borkum

10 Tipps für Borkum

Fahrradfahrer auf Borkum

Eine Woche auf einer Nordseeinsel - das kann Entspannung pur sein, oder fürchterlich nerven. Beispielsweise dann, wenn das Wetter und die Unterkunft schlecht sind, und es kein angemessenes Freizeitangebot gibt. Ich hatte Glück mit dem Wetter: eine Woche strahlenden Sonnenschein. Zeit genug, die Insel Borkum ausführlich kennenzulernen. Meine zehn Tipps für eine Reise nach Borkum.

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Was kommt?

Im Januar werdet Ihr hier neue Beiträge zu Mallorca lesen. Außerdem habe ich eine Einladung in ein Restaurant bekommen, das weltweit Filialen hat. Das möchte ich mir auch im Januar ansehen. Und mein Highlight im ersten Monat des neuen Jahres wird eine Bloggerreise sein: Ich werde wieder einmal nach Stockholm fliegen, und von dort mit der Fähre nach Helsinki fahren. Natürlich hoffe ich auf Schneeberge und meterlange Eiszapfen! Falls Ihr Tipps für Stockholm und Helsinki habt: Immer gerne!

Alles Gute - und bis bald

Bettina