25 Jahre Mauerfall: Studienfahrt in die DDR 1989

Gästeausweis
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Mit meinem Deutsch-Leistungskurs fuhren wir 1989 in die DDR – Goethe und Schiller in Weimar besuchen, das war unser Ziel. Natürlich hatten wir auch einige andere Orte auf der Agenda. Wir wurden während der Reise von einer jungen Dame begleitet, frei bewegen durften wir uns nicht. Man hatte uns Treffen mit jungen Menschen aus Ostdeutschland auf die Agenda gesetzt, aber über das, was politisch im anderen Deutschland passierte, durften wir nicht mit ihnen reden. Irgendwann kamen wir auch in Dresden an. Dort sollten wir eine Busfahrt durch die Stadt machen. Doch der Busfahrer hatte am Vorabend rübergemacht, wie das damals hieß.

Unsere Eltern machten sich große Sorgen um uns: Wir waren weg – es gab keine Handys, das Festnetz durften wir nicht benutzen. Angeblich waren wir die letzte Reisegruppe, die damals einreisen durfte – Anfang Oktober 1989. Wer hätte gedacht, was kurze Zeit später Realität wurde?

Vergangene Woche habe ich mich mit einem Mann über diese Erinnerungen unterhalten, der in der DDR groß geworden war. Er erinnerte sich an den Tag der Maueröffnung, und daran, dass er mit Vereinskollegen in einer Gaststätte saß. Er sagte:

Das Radio lief, die Nachricht kam, und die Leute am Tisch haben Messer und Gabel buchstäblich fallengelassen. Sie rannten raus und fuhren über die Grenze – aus Angst, dass sie morgen wieder geschlossen sein könnte.

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